Vampire Princess Miyu
Vampire Princess Miyu (jap. 吸血姫美夕 kyūketsuki miyu) ist ein Manga und Anime.
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[Bearbeiten] Einleitung
Vampir Miyu oder auch Vampirprinzessin Miyu handelt von einem etwa 16-jährigen unsterblichen Vampirmädchen dessen Biß jedoch den Opfern nicht den Tod bringt, sondern ewiges Leben in einer Traumzone. Außerdem weist sie keine der üblichen Schwächen eines Vampirs auf (weder religiöse Symbole, noch Sonnenlicht machen ihr etwas aus). Doch dafür hat sie eine schwere Bürde zu tragen, denn sie ist der "Guardian" und hat die Aufgabe "Shinma" (Mischwesen die eine Michung aus Göttern und Dämonen sind) aufzuspüren und zu vernichten, die aus dem Schlaf erwacht sind und durch menschliche Emotiononen in die Menschenwelt gelockt wurden.
Das Licht der Welt erblickte Miyu gleichzeitig in einer Kurzgeschichtensammlung von Kakinouchi Narumi, sowie in einer vierteiligen OVA-Serie von Hirano Toshihiki und Kakinouchi Narumi. Dieser folgten drei Mangaserien, eine TV-Serie, wie auch als Spinoff die Mangaserie Vampire Yui. Während die meisten der genannten Mangas eher Kurzgeschichtensammlungen mit einem nur losen gemeinsamen Handlungsrahmen darstellen, zeichnen sich die beiden Anime-Serien, wie auch die zweite Manga-Serie Shin Vampire Miyu, die jeweils in Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann Hirano Toshihiki entstanden, vor allem durch eine komplexe Rahmenhandlung aus, in welche die einzelnen Geschichten jeweils eingebettet sind.
Im englischen Sprachraum gibt es für diese Serie sowohl den Namen "Vampire Miyu", wie auch "Vampire Princess Miyu", je nachdem ob man sich an der Katakana Umschreibung des Namens oder den Kanji orientierte.
[Bearbeiten] Manga
Der Manga von Kakinouchi Narumi erschien auf Deutsch komplett bei Carlsen. Übersetzt wurde er von Hajime Nakamura.
[Bearbeiten] OVA-Serie
Studio: Soeishinsha Pony Canyon Art: OVA-Serie Lizenziert von: Anime Virtual, Manga Entertainment, AnimEigo Genre: Horror Erschienen: 1988 Folgen: 4
[Bearbeiten] Story
Die junge Himiko arbeitet als spiritistisches Medium und reist nach Kyoto um ein Mädchen aus einem Trance ähnlichen Koma zu wecken. Als ihre Bemühungen scheitern, erfährt sie von merkwürdigen Vampirmorden und hofft durch die Jagd nach Vampiren doch noch ihre Reisekosten wieder herein zu bekommen.
Abends, nach ihren Ermittlungen, geht sie durch einen Park und wird von einer weißen Gestalt angegriffen, die dann jedoch von einer schwarz gekleideten Gestalt verjagt wird. Die schwarze Gestalt wird von einem mysterösen kleinen Mädchen (Miyu) in einem weißen Sash begleitet. Miyu scheint einiges über den mysteriösen Vampir zu wissen, gibt Himiko jedoch den Rat gibt sich aus dieser Angelegenheit heraus zu halten, da dieser Fall über ihren Fähigkeiten liegen dürfte. Am nächsten Tag begegnet Himiko erneut dem Mädchen und sieht, wie es einem anderen Mädchen das Blut aussaugt. Doch Miyu, dem Vampir, scheinen weder Sonnenlicht noch ein Kreuz etwas auszumachen. Wie Miyu Himiko erklärt ist sie zwar ein Vampir, doch ihr Biss ist nicht tödlich, sondern verleiht ihren Opfern Unsterblichkeit.
Erst nach und nach kommt Himiko durch Miyus Tips dem wahren Monster auf die Spur. Fortan ist sie wie besessen von diesem merkwürdigen Vampirmädchen. Bei jedem Fall erfährt sie jedoch nicht nur etwas mehr über die Monster, die von Miyu "Shinma" (eine Mischung aus Gott und Dämon) genannt werden, sondern auch über Miyu und ihren merkwürdigen Begleiter. Dabei setzt die Serie vor allem auf etwas hintergründigen Horror ohne besondere Schockeffekte.
[Bearbeiten] Veröffentlichungen
[Bearbeiten] Deutschland
In Deutschland wurde diese OVA-Serie von Anime Virtual auf einer einzigen DVD veröffentlicht. Das Bild ist dabei bis auf ein leichtes Hintergrundrauschen fehlerfrei. Bei der japanischen Tonspur, die in Stereo MPEG-2 kodierter Form vorliegt, verließ man sich offenbar auf eine diesem Tonformat zugesprochene Unempfindlichkeit gegen Aussteuerungsprobleme, die jedoch in der Praxis nie besonders gut funktionierte und die sich durch einige Tonaussetzer bemerbar macht.
Die gelben Untertitel sind zwar recht groß, durch ihre sehr dünnen schwarzen Ränder jedoch etwas schwer zu lesen. Dafür hat man noch einige Extras, wie einen zienmlich schlichten Windows Bildschirmschoner und einige kurze Texte über die Autoren, die Figuren und eine kurze Abhandlung über Vampire (mit Abstand der beste der mitgelieferten Texte).
Das Hauptmenü besteht aus einigen netten Bildern mit der im Hintergrund laufenden Melodie des Abspannes, dabei sind jedoch die eigentlichen Bedienfelder bestenfalls die Hälfte der Zeit erreichbar, was die Steuerung häufig genug zum Geduldsspiel macht.
[Bearbeiten] UK
In Großbritannien erschien diese Serie bei Manga Entertainment auf zwei VHS-Kassetten in einer englisch synchronisierten Fassung, die der späteren amerikanischen Synchronisation teilweise überlegen war. Es kam jedoch leider nie zu einer Veröffentlichung auf DVD.
[Bearbeiten] USA
Nachdem die beiden englisch untertitelten VHS-Kassetten zu den ersten Titeln von AnimEigo überhaupt gehörten, versuchte man sich 2001 auch an einer Veröffentlichung dieser Serie auf zwei DVDs.
Die Menüs sind zwar einfach, aber zweckmäßig.
Das Bild hat jedoch stellenweise mit leicht übersteuerten Farben und einer gewissen Bildunschärfe zu leiden. Der englische wie auch der japanische Dolby Digital Ton (2.0 Prologic Surround kodiert) sind dafür technisch einwandfrei, auch wenn die Auswahl der englischen Sprecher nur halbwegs gelungen ist. Die Untertitel sind zwar kleiner als bei der deutschen DVD, dank eines breiteren schwarzen Randes jedoch erheblich einfacher zu lesen. An Extras gibt es lediglich ein paar Bilder.
[Bearbeiten] Charaktere
- Miyu (Watanabe Naoko) (US: Pamela Weidner) (UK: Anne Marie Zola)
- Se Himiko (Koyama Mami) (US: Stephanie Griffin)
[Bearbeiten] Episoden
[Bearbeiten] TV-Serie
Studio: AMG Soeishinsha Art: TV-Serie Lizenziert von: TOKYOPOP Genre: Horror Erschienen: 1998 Folgen: 26
[Bearbeiten] Story
10 Jahre nach der alten OVA-Serie erschien wieder eine Anime Veröffentlichung von Miyu, doch diesmal nicht als OVA, sondern als TV-Serie in einem nach Mitternachtsslot. Da sich im Laufe der Zeit Miyu auch in den Mangas weiterentwickelt hat gibt es jedoch einige Unterschiede zur alten Serie. So darf Larva in dieser Staffel auch seine Maske abnehmen und ganz normal mit Miyu sprechen. Außerdem hat Miyu nicht nur Larva als Begleiter, sondern auch Shiina, der aussieht wie ein Kaninchen mit einem zu groß geratenen Auge, mit dem es die Zeit manipulieren kann. Außerdem hat Miyu offenbar eine Vorliebe für das Flötenspiel entdeckt.
Auch der Zeichenstil hat sich recht deutlich verändert. So ist Miyu's Sash deutlich kürzer geworden, dafür weist er eine riesige lila Schleife aus. Den Zeichnungen und Animationen fehlt etwas die schlichte Eleganz des Vorgängers, statt dessen wird in einigen Folgen mit einer etwas eigenwilligen Farbauswahl gearbeitet. Nur der Soundtrack, der wieder in den Händen von Kenji Kawai lag, schafft es recht gut an die alte Serie anzuschließen.
Auch in der Erzählperspektive gibt es einen großen Unterschied. So begleitet man hier nicht mehr einen scheinbar unabhäbgigen Charakter, aus deren Perspektive man Miyu kennen lernt, sondern die Kamera begleitet laufend Miyu und man spürt an ihrer Seite "Shinma" auf. Dabei wirken die einzelnen Episoden ziemlich zusammenhangslos, so daß man zunächst von einer typischen Monster der Woche-Show sprechen möchte, wobei immerhin immer noch eine leicht melancholische Stimmung aufkommt, die schon die erste OVA-Serie auszeichnete. Allerdings tauchen im weiteren Verlauf auch immer mehr Geschichten und Charaktere aus den Mangas in leicht abgewandelter Form auf (so basieren zum Beispiel die Folgen 13 und 14 auf der zweiten Mangaserie und auch Miyus Konkurrentin Reiha spielt eine zentrale Rolle) und schaffen es zum Ende hin plötzlich zuvor scheinbar achtlos beiseite geworfenen Handlungsfäden wieder aufzunehmen und zu einer gemeinsamen Handlung zu verknüpfen.
[Bearbeiten] Veröffentlichungen
[Bearbeiten] USA
Mit dieser Serie (und der Serie Saint Tail) versuchte der Manga-Verlag TOKYOPOP auch auf dem Animemarkt ein Standbein zu bekommen. Während man mit Saint Tail eher die breite Masse anvisierte (was aufgrund eines fehlerhaften Vertriebskonzeptes fehlschlug), zielte man mit der Lizenzierung dieser Serie eher auf den Fanmarkt ab, der schon seit längeren erfolglos um eine Lizenzierung gebettelt hatte.
Zu Beginn erlag man jedoch noch Illusionen über die auf dem amerikanischen Markt durchsetzbare Preispolitik und plante eine Veröffentlichung auf 9 DVDs. Zusätzlich kam man auf die unsinnige Idee, diese 3 Folgen durch entfernen der Openings und Endings zu einer 90 Minuten Folge zu vereinen. Zum Glück zeigte man sich lernfähig und verzichtete ab der zweiten DVD auf das unsinnige Schneiden der Openings und Endings und erhöhte die Folgenanzahl der zweiten DVD auf 4 Folgen und bei allen weiteren DVDs auf 5 Episoden, so daß die gesamte Serie auf 6 DVDs erschien.
Ansonsten waren die DVDs von Anfang an recht ordentlich, auch wenn die englischen Synchronsprecher sehr unbekannt waren und es auch dem Synchronstudio ein wenig an Erfahrung fehlte, wobei man im weiteren Verlauf jedoch immer mehr auf klassische Anime-Synchronsprecher wie Wendee Lee, Melissa Charles oder Steve Blum zurückgriff.
Als Extra liegt jeder DVD ein kleiner Zettel mit Anmerkungen und Zeichnungen zu den einzelnen Shinmas und Storyhintergründen vom Charakterdesigner Teraoka Kenji bei.
[Bearbeiten] Charaktere
- Miyu (Nagasawa Miki) (US: Kimberly Brown)
- Larva (Miki Shinichirō) (US: Ryan Alosio)
- Inoue Chisato (Shirokura Asako ) (US: Anjulic Cain)
- Reiha (Ogata Emi) (US: Wendy Lee)
[Bearbeiten] Episoden
- The Fang Knows
- At The Next Station
- The Forest Calls
- Reiha Has Come
- Sepia Colored Portrait
- Ghost Of Miyu
- Fate
- Red Shoes
- Your House
- Swamp Of Promises
- A Supple Face
- Garden of Crying Reeds
- Light of the Sea (Part 1)
- Light of the Sea (Part 2)
- Dream of the Mermaid
- Woman Priest
- The Moray Boat
- City of Illusion
- Love of the Dolls
- Butterfly Enchantment
- Flag of Shinma
- Once Upon A Time
- Confrontation
- The Boy Who Returned
- The Last Shinma
- The Eternal Sleep