Manga

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Manga (jap. 漫画, wörtlich zufällige Bilder) ist das japanische Wort für Comics. Im Westen werden als Manga generell Comics aus Japan bezeichnet.

Manga-Verkauf in Japan

Begriffe[Bearbeiten]

In Japan wurden ursprünglich auch Zeichentrickfilme als Manga betitelt. Heute wird jedoch fast immer der Begriff Anime verwendet. Ausnahmen bilden sehr renomierte und konservative Zeitungen. Der Begriff Komikku (マンガ), die japanische Aussprache von Comic, gewinnt allerdings immer mehr an Bedeutung.

Ein häufiger Streitpunkt ist der Plural des Begriffes Manga im Deutschen. Im Japanischen gibt es kein „s“ im Plural, weswegen dies auch auf Deutsch oft beibehalten wird. Allerdings wird auch „Mangas“ verwendet, da Manga als eingedeutschtes Wort einen entsprechenden Plural haben solle.

Manga für jüngere männliche Leser werden als Shōnen-Manga bezeichnet, während japanische Comics für Mädchen Shōjo-Manga genannt werden. Für ältere Zielgruppen sind die Begriffe Seinen und Josei (oder Ladies Comics) gebräuchlich. Einen Zeichner von Manga nennt man Mangaka.

Geschichte[Bearbeiten]

Schon früh begannen buddhistische Mönche in Japan, Karikaturen auf Papierrollen zu zeichnen. Diese, wie etwa die Ende des 11. Jahrhunderts entstandenen Chōjūgiga-Papierrollen, behandelten auf teilweise satirische Weise religiöse Themen mit Tieren als Hauptakteure. Hyakki Yakō aus dem 15. Jahrhundert, gezeichnet von Mitsunobu Tosa, zeigt hundert Dämonen, die spielerisch und von Musik begleitet in der Nacht umherwandern.

Mitte des 17. Jahrhunderts erlebten einfache Bildergeschichten, die nahe der Stadt Ōtsu verkauft wurden, einen Aufschwung. Diese Ōtsu-e waren ursprünglich buddhistische Amulette für Reisende, widmeten sich im Laufe der Zeit aber immer mehr der Darstellung von Kriegern, schönen Frauen und Dämonen. Bekannt waren auch die so genannten Ukiyo-e-Holzschnitte, die ab Anfang des 17. Jahrhunderts geschaffen wurden. Allen voran der Künstler Hokusai Katsushika (1760–1849) popularisierte die Ukiyo-e und trug durch die Verwendung des Begriffes Manga für seine Bilder zu dessen Verbreitung bei. Damit bezeichnete er eine Reihe von Bildern über die japanische Gesellschaft und Kultur, die er anhand von Personen, denen er begegnete, darstellte.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff Manga für die neue Comic-Szene in Japan gebräuchlich. Der eigentliche Durchbruch erfolgte allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg und nach der Einführung von neuen Techniken durch den Manga-Pionier Tezuka Osamu.

Manga außerhalb Japans[Bearbeiten]

Die genaue Auslegung, was ein Manga ist und was nicht, ist unterschiedlich. Die Fanszene streitet sich beispielsweise darüber, ob deutsche Produktionen wie Dragic Master oder Naglayas Herz überhaupt echte Mangas sein können.

In vielem dem japanischen Comic ähnlich ist der koreanische Manhwa. Auch einige Manhuas, chinesische Comics, sind teilweise stark von Mangas beeinflusst.

Moderne Manga[Bearbeiten]

Manga werden in Japan grundsätzlich zuerst in Zeitschriften veröffentlicht, die dick, billig und von niedriger Druckqualität sind und deswegen auch oft als Telefonbuch-Manga bezeichnet werden. Man liest sie einmal (meist in der U-Bahn) und wirft sie dann weg. Wenn ein Manga in einer solchen Zeitschrift erfolgreich/beliebt ist, wird er auch als Tankōbon, als Sammelband, veröffentlicht. Dieses Konzept wird nun auch von den deutschen Verlagen bei der Auswahl der zu übersetzenden Manga angewandt.

Manga, die in keinem Verlag erscheinen, nennt man Dōjinshi.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]