Japanische Sprache

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Japanisch Konnichiwa. Ogenkidesuka? Hallo. Wie geht's?

Herkunft

Man geht davon aus, dass die japanisch Sprache tungusische Wurzeln hat und man zählt sie zu der ural-altaische Sprachfamilie. Nachdem lange Zeit nur gesprochen wurde, sind im 6. Jhd. nach Christus buddhistische Mönche nach Japan gereist und haben über den Umweg Korea die chinesische Schrift dorthin gebracht. Da sich die japanische und die chinesische Sprache sehr stark unterscheiden, war es schwierig, die Schrift für die eigenen Worte zu verwenden. So wurden nur manche Zeichen weitgehend aus dem chinesischen entnommen, die sogenannten Kanji. Die Kanji drücken als Symbole den Sinngehalt eines Wortes aus (stark vereinfacht: Ein Zeichen - Ein Wort). Des weiteren entwickelten sich zwei unterschiedliche Alphabete: Katakana und Hiragana.

Katakana

siehe auch: Katakana

(kana = zeitweilig, inoffizielle Schreibweise; kata = bruchstückhaft) Katakana ist eines der beiden Silbenalphabete, die in Japan verwendet werden. Katakana sehen 'eckiger' aus als Hiragana und zeigen auch eine deutlichere Ähnlichkeit zu den chinesischen Schriftzeichen. Heutzutage verwenden die Japaner es hauptsächlich zur Wiedergabe von Lautmalerei, Namen der Flora und Fauna und Wörter, die weder japanischer Art sind noch chinesische Lehnwörter (also zum Beispiel, um die englische Aussprache zu lernen). In Texten haben Katakana zum Teil die gleiche Bedeutung wie bei uns die Kursivschrift.

Hiragana

(hira = leicht, allgemein verwendet) Ebenso wie 'Katakana' besteht auch Hiragana aus 48 Zeichen. Weil Frauen früher der Zugang zur chinesischen Schrift verwehrt worden war, haben ursprünglich ausschließlich sie das 'rundere' Hiragana verwendet (daher auch die Bezeichnung onna-de = Frauenhand). Später gebrauchtet Männer Hiragana zum Schreiben von Gedichten. Inzwischen werden alle japanischen Wörter, grammatikalische Endungen und Partikel mit Hiragana geschrieben.

Kanji

(kan = Han -> Chinesen; ji = Zeichen) Wie bereits erwähnt stammen die Kanji aus China. Wenn kanji alleine stehen, werden sie rein japanisch gelesen - kun-yomi. Bei zusammengesetzten Begriffen verwendet man die sino-japanische Aussprache - on-yomi. Von den Zehntausenden chinesischen Schriftzeichen waren vor der Sprachreform nach dem zweiten Weltkrieg rund 5000-6000 Kanji gebräuchlich. Danach verringerte die Regierung 1945 die Zahl offiziell auf die für den öffentlichen Gebrauch zugelassenen jôyô kanji, so dass die Schüler inklusive den 248 Zeichen für Namen an die 2000 Kanji im Laufe ihrer Schulzeit lernen, zu denen dann noch mehrere tausend zusammengesetzte Zeichen kommen, die unumgänglich zum Zeitungslesen sind.

Sprache

Japanisch ist dank der 120 Millionen Bewohner des japanischen Archipels ein der großen Sprachen der Welt, mit mehr Sprechern als die Sprache Deutsch. Auch in Korea, Tawain und China verstehen ältere Leute aufgrund der kolonialen Vergangenheit und der Besatzungszeit während dem zweiten Weltkrieg noch Japanisch. Sogar in Amerika und im Besonderen in Brasilien kann man auf japanische Auswanderer treffen, die ihrer Sprache treu geblieben sind. Natürlich hat jedes Land seine Dialekte, so auch Japan. Dazu zählen ins besondere die städtischen Dialekte von Kyôto und Ôsaka, die Varianten des Kansai-Dialektes sind. Chinesisch hat für die japanische Sprache hingegen eine ähnliche Bedeutung wie Latein für das Deutsche. Die Japanische Sprache beinhaltet allerdings viele Lehnwörter, vorallem aus dem chinesischen, aber auch aus dem Deutschen, vorallem aus den Bereichen des Bergsteigens und Skifahrens, sowie Begriffe aus der deutschen Medizin vor dem 2. Weltkrieg.