Gekiga

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Als Gekiga (jap. 劇画, dt. Bilderdrama) werden Comics aus Japan bezeichnet, die sich mit realistischen Zeichnungen und ernsthaften Erzählungen von Manga (dt. zufällige Bilder) unterscheiden. Geprägt wurde dieser Begriff 1957 von Yoshihiro Tatsumi. Da sich Gekiga an erwachsene Leser richten, werden sie oft als Seinen oder alternativ bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten]

In den 1950ern hatten viele Mangaka wie Osamu Tezuka mit Manga, die sich an Kinder richteten, großen Erfolg. Für Erwachsene wurden in Japan keine Comics veröffentlicht, bis sich 1957 Yoshihiro Tatsumi entschloss, Manga zu entwerfen, die realistisch gezeichnet sein sollten. Er nannte seine Manga gekiga und feierte damit große Erfolge, die in den 1960ern ähnliche Veröffentlichungen nach sich zogen und beispielsweise Osamu Tezuka in eine Schaffenskrise stürzten. Dieser schuf in den 1970ern erstmals Manga wie Hi no Tori oder Adolf, die viele Ähnlichkeiten zu Gekiga aufweisen.

Seit den 1990ern verschwinden trotz Erfolgen von Masanori Morita die Gekiga immer mehr vom Mainstream-Markt und werden oft lediglich in alternativen Manga-Magazinen veröffentlicht.

Gekiga-ka[Bearbeiten]